Über unsere Bienen

Zuhause zwischen Waben,
Wachs und Propolis

Unsere Bienen sind auf Streuobstwiesen am Sauberg mit Blick in den Wald und zur Chartaque zuhause. Die Anzahl unserer Völker variiert, in der Regel haben wir zwischen 6 und 9 Völker. Sie leben in Bienenkisten (Beuten) aus Holz und genießen alles was die Ötisheimer Umgebung zu bieten hat: Wälder, Wildblumen, Obstbäume und Gärten.

R.E.S.P.E.C.T.

Honigbienen sind faszinierende Lebewesen: Sie sind Superbestäuber, hervorragende Architekten, Ökosystem-Helden, tanzende Navigatoren, natürliche Medizinier, disziplinierte Teamplayer und fleißige Arbeiter; Individuen und Teil eines perfekt organisierten Superorganismus.

Der respektvolle Umgang mit unseren Bienen ist uns wichtig. Trotz konventioneller Haltung und Einfluss durch den Menschen, wollen wir unseren Bienen ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen. Wir achten auf ihre Gesundheit und Hygiene, füttern auf und entmilben. Außerdem zählen wir auf:

Der Honig gehört den Bienen

Auch wenn die Honigernte kleiner ausfällt – Wir entnehmen den Honig nur teilweise. Den anderen Teil dürfen die Bienen für sich behalten, z. B. als Wintervorrat – schließlich hatten sie auch die meiste Arbeit damit.

Miteinander nicht gegeneinander!
Zuhause an Ort und Stelle

Unsere Bienen haben einen festen Platz auf einer Streuobstwiese – und dort bleiben sie auch. Wir verzichten auf saisonales Wandern der Völker. So kommt keine Biene zu Schaden, verliert ihr Volk oder hat Stress.

Wandern, nein danke!
Leben und leben lassen

Königinnen werden bei uns nicht für mehr Ertrag und Wirtschaftlichkeit getötet. Wir setzen auf natürliche Völkerverjüngung. Jede Königin darf ihren natürlichen Lebenszyklus erfüllen.

Lang lebe die Königin!
Ein schwärmender Schwarm

Es ist ein faszinierendes Naturschauspiel, für viele Imker bedeutet es Kontrollverlust und wirtschaftlicher Schaden. Zur Vermehrung und Verjüngung unserer Völker lassen wir unsere Bienen ihrem natürlichen Schwarmverhalten nachkommen. Wir lassen sie schwärmen. Können wir das neu entstandene Volk wieder einfangen: gut! Fliegt es auf und davon: auch gut!

Zuschauen und staunen!
Ein gesundes Zuhause

Die Bienenkisten sind aus Naturholz und mit Leinöl eingelassen. Sie stehen in keinen Senken, wo sich Kaltluft und Nässe sammeln können, sondern erhöht und sonnig. Damit keine Nässe ins Volk eindringen kann, stehen die Kästen auf Paletten und sind regendicht abgedeckt. Alte, verschimmelte oder verkotete Waben gibt es nicht.

Gesundes Heim, gesunde Bienen!
Jedes Leben ist wertvoll

Wenn wir an unseren Bienenvölkern arbeiten, achten wir darauf, dass möglichst kein Insekt dabei zu Schaden kommt oder sein Leben verliert. Beim Öffnen und Schließen der Beute und Ziehen und Zurückhängen von Waben gehen wir behutsam und rücksichtsvoll ans Werk, um keine Biene zu quetschen oder zu zerdrücken.

Respekt vor dem Leben!

F.A.B.Q.

Häufig gestellte Bienen-Fragen

Je nach Jahreszeit, Größe der Behausung und Volkstärke leben mehrere Zehntausend Bienen in einem Bienenstock. Im Winter sind es ca. 10.000 – 15.000. Im Sommer können es auch mal 40.000 – bis 50.000 Bienen sein.

In einem Bienenstock leben drei verschiedene „Bienenwesen“: Arbeiterinnen, Drohnen und eine Königin. 

Eine Arbeiterin erreicht in den Wintermonaten ein Alter von 8-9 Monaten. Im Sommer nur 4-6 Wochen. Drohnen, also die männlichen Bienen, werden 30-40 Tage alt. Die Königin lebt mit 3-5 Jahren deutlich am längsten.

Eine Biene fliegt pro Ausflug ca. 3-5 km. Um 1 kg Honig zu sammeln, muss ein Volk ca. 150.000 km zurücklegen – das entspricht ca. 3.5 mal um die Erde. Pro Flug sammelt eine einzelne Biene ca. 50 mg Nektar. für 1 kg sind also 3-5 Millionen Blütenbesuche nötig.

Honigbienen leben in großen Völkern, produzieren Honig als Wintervorrat und werden meist von Imkern betreut. Sie sind vielseitige Bestäuber und überwintern als ganzes Volk. Wildbienen hingegen sind meist Einzelgänger, sogenannte Solitärbienen. Sie produzieren keinen Honig und sammeln nur für ihren Nachwuchs. Sie nisten in der Erde, in Holz oder Pflanzenstängeln.

Wie viel Honig ein Bienenvolk pro Jahr produziert, kann stark variieren und hängt von der Volkstärke, dem Standort und Blüten- und Nektarangebot und Witterungsbedingungen ab. Im Schnitt zwischen 10 – 40 kg.

Die Sammelbienen fliegen von Blüte zu Blüte und saugen mit ihrem Rüssel Nektar auf. Dieser wird in ihrer Honigblase „zwischengespeichert“. Zurück im Bienenstock übergeben die Sammelbienen den Nektar an Stockbienen. Diese geben Enzyme hinzu, die den Zucker im Nektar in einfachere Zuckerarten umwandeln und in Honigwaben einlagern.

Anschließend fächern Bienen ihren Flügeln, um den Wassergehalt von ca. 70 % auf unter 20 % zu reduzieren. Dadurch wird der Honig dickflüssig und lange haltbar.

Ist der Honig fertig, werden die Honigwaben mit einer dünnen Wachsschicht versiegelt. So bleibt er frisch, bis die Bienen ihn als Nahrung benötigen, oder der Imker ihn entnimmt.

Anders als Wildbienen sind Honigbienen nicht direkt vom Aussterben bedroht. Auch wenn es freilebende Honigbienenvölker mitunter sehr schwer haben, bleiben die Bestände unter der Pflege und Betreuung von Imkern weitestgehend stabil.

Trotzdem gibt es auch für sie Bedrohungen, z. B. Pestizide und Umweltgifte (Neonicotinoide), in Form von Spritzmitteln. Krankheiten und Parasiten wie die Varroa-Milbe, Bakterien und Virenerkrankungen. Monokulturen und Nahrungsmangel durch intensive Landwirtschaft und Klimawandel und Wetterextreme, wie zu warme Winter, die das Gleichgewicht der Völker stören.

Wildbienen unterstützen:

Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern von Pflanzen in der Natur, da sie oft effektiver bestäuben als Honigbienen. Viele Arten sind bereits auf der roten Liste und aufgrund von Lebensraumverlust, Umweltgiften und Monokulturen vom Aussterben bedroht. Im Kleinen helfen: 

Keine Gärten des Grauens anlegen (ökologisch tote Gärten, gepflastert, versiegelt und geschottert.)

Insektenfreundliche Pflanzen pflanzen – vom Frühjahr bis in den Herbst.

Sandflächen (Sandarium), Trockenmauern, Totholz als natürliche Insektenhotels anbieten und für Wasserstellen mit Schwimmhilfen sorgen.

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